StartLokalMedebachÜberflutete Straßen und vollgelaufene Keller

Überflutete Straßen und vollgelaufene Keller

Nach ergiebigen Regenfällen und Schmelzwasser in den Tagen vor Weihnachte traten zu Weihnachten einige Bäche im Stadtgebiet Medebach über die Ufer. In wenigen Stunden kam es zu Sturmschäden und vollgelaufenen Kellern. Dramatisch war die Lage im Ortsteil Oberschledorn. Hier trat die „Wilde Aar“ über die Ufer, sodass in mehreren Häusern Keller geflutet wurden. Da auch an der Straße stehende Stromverteilerschränke unter Wasser und nach einem Kurzschluß in Rauch standen, waren 20 Häuser ohne Strom. Während des Einsatzes verletzte sich ein Feuerwehrmann, er wurde von einem auch im Rettungsdienst tätigen Kameraden vorversorgt. Eine von den Wassermassen eingeschlossene Familie wurde von der Feuerwehr gerettet. Für betroffene Anwohner wurde im Feuerwehrhaus Oberschledorn und in Medebach die Möglichkeit geboten, warme Getränke und Speisen zu sich zu nehmen und sich aufzuwärmen. Wegen der Großschadenlage wurde der SAE (Stab für aussergewöhnliche Ereignisse) einberufen, bestehend aus Wehrleitung, Bürgermeister Thomas Grosche, Ordnungsamt, Wasserwerk und Kreisbrandmeister Uwe Schwarz. Diese machten sich noch am Abend ein Bild von der Lage vor Ort. Durch den Einsatz einer Hochleistungspumpe HFS (Hytrans Fire System), welche ca. 8.000 Liter pro Minute fördert und auf 800 Meter Länge als sogenannten Bypass die „Wilde Aar“ entlastet hat, konnten die Pegelstände gesenkt werden. Noch vor Mitternacht wurde das THW Korbach alarmiert, um die Einheiten vor Ort zu unterstützen. Die Pumpen liefen die ganze Nacht hindurch. Am frühen Morgen verschaffte sich Bürgermeister Thomas Grosche zusammen mit den Leitern der Feuerwehr erneut einen Überblick der Situation. Gegen 3 Uhr konnten die Gebäude wieder an das Stromnetz angebunden werden. An Heiligabend entspannte sich die Lage und es begannen die Aufräumarbeiten. Die Pegelstände sind gesunken und die überschwemmten Bereiche sind weitestgehend frei von Hochwasser. Es waren in Oberschledorn 40 Feuerwehrkräfte im Einsatz. Unterstützt durch HFS, THW, freiwille Helfer aus dem Ort sowie das DRK die für die Verpflegung sorgten. Auch in Medebach und in den Ortsteilen Medelon, Referinghausen und Dreislar wurde wegen Sturmschäden und Hochwassers alarmiert. Insgesamt waren im Zusammenhang mit der Großschadenlage 111 Einsatzkräfte von Feuerwehr, DRK und THW im Einsatz.

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